May-Ayim-Ufer gegenüber der Eastside-Gallery

Bänke unter den Weiden am May-Ayim-Ufer

Das May-Ayim-Ufer (ehemals: Groebenufer, bzw. Gröbenufer)
Es ist ein schöner Morgen im Mai, zumindest kann ich das auf meinen Hinterhof erahnen.
Die Fenster gegenüber des vor einem Jahr entstandenen Lückenbaus werfen einige Sonnenstrahlen in mein all zu schattiges Wohnzimmer. Deshalb habe ich mich entschieden, am frühen Nachmittag den Rucksack zu packen, meinen Drahtesel zu schnappen und in Richtung Kreuzberg über die Oberbaumbrücke zu fahren.
Als ich diese befuhr, fielen mir die Weidenbäume gegenüber der Eastside-Gallery am May-Ayim-Ufer auf. Da es auch recht warm war, dachte ich so bei mir, such dir doch ein schattiges Plätzchen unter den Weiden.
Gedacht getan, ich steuerte meinen Drahtesel in Richtung Weiden zu einer der Sitzgelegenheiten. Sehr idyllisch, der Straßenlärm von der Brücke ist kaum wahrzunehmen. Ich verbringe also meinen Nachmittag freiwillig auf der Parkbank und sehe dem Treiben auf der Oberbaumbrücke, der Eastside-Gallery und der Spree zu.
Als mir langsam das Sitzen auf der harten Bank zu schaffen macht, schwinge ich mich auf mein Fahrrad und trete die Heimreise an.
Zuhause angekommen, informiere ich mich über die Geschichte des May-Ayim-Ufer und den Unglücksfällen der 1960er und 1970er Jahre, in denen auf Grund der Teilung Berlins fünf Kinder tragisch ums Leben kamen.
Meine Erkenntnis für diesen Tag, es war ein schöner Nachmittag.
Für Jene, die sich über die Geschichte der Teilung Berlins informieren möchten, gibt es bei Wikipedia weitreichende Informationen (https://de.wikipedia.org/wiki/May-Ayim-Ufer).

von Peter PF-1956
Ab 1980 Wohnhaft im Bezirk Friedrichshain und seit März 2017 im Projekt Lieblingsorte tätig.

Wegbeschreibung
U1 - U-Bahnstation Görlitzer Bahnhof - Skalitzer Str. in Richtung Oberbaumbrücke - bis Oberbaumbrücke - links May-Ayim-Ufer